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16.06.2009

Blutgrätsche ins Jochbein der Iranwahlanalysten

Filed under: Iran, schland — Schlagwörter: , , — ghandi @ 18:46

Alarm im Internet. Die Propagandamaschine gegen den sechsten Präsident der ‚Islamischen Republik Iran‘, Mahmud Ahmadinedschad, ist seit langem in vollem Gange und zeigt endlich die gewünschte Wirkung. Gegen das Twitterunwetter #iranelection ist das Sommergewitter vor meinem Fenster gar nichts. Engagierte Handyfilmer drücken auch das letzte Fitzelchen nichtsagendes Bildmaterial in die Youtube. Auf allen Kanälen, in jeder Zeitung das selbe geblubber. Ihr ahnt es schon, ich könnte kotzen! Diejenigen, die gestern noch Ursulas Kinderpornonummer durchschaut haben fallen heute massenhaft um, weil es geht ja um Demokratie und Menschenrechte. Es werden Demonstrationen verboten, Motorräder verprügelt, Frauen, Kinder, Greise, blablabla. Es werden Menschenmassen abgefilmt, ein kämpfendes ‚Volk‘ gezeigt, medienwirksam als wäre eine moderne Riefenstahl am Werk. Web2.0 trifft Propaganda2.0.

Ich schreibe das jetzt ganz langsam, damit es jeder kapieren kann: Die Islamische Republik Iran ist undemokratisch! Immer schon gewesen! Die Zukunft lässt nichts gutes hoffen! Irre kommen, Irre gehen!

Der iranischen Führungsriege mangelndes Demokratiebewusstsein vorzuwerfen ist so sinnfrei wie Clemens Tönnies darauf aufmerksam zu machen, dass er seinen Veganismus nur schlampig durchzieht. Menschenrechtsverletzungen gehören im Iran schon immer zum guten Ton. Wer sich damit nicht abfinden wollte und die Gelegenheit hatte, hat das Land schon vor Jahrzenten verlassen.

Das was Ihr als ‚Präsidentschaftswahlen‘ verstanden haben wollt hat mit Demokratie genau gar nichts zu tun. Diese Wahlen waren Nonsense bevor die erste Stimme abgegeben wurde. Das Staatsoberhaupt des Iran war, ist und bleibt der Führer (und das ist kein Witz). Davon gab es bisher genau zwei. Von 1979 bis 1989 hatte Großayatollah Ruhollah Khomeini dieses Amt inne, direkt gefolgt von Ayatollah Ali Chamenei, welcher bis heute im Amt ist. Um überhaupt als Präsidentschaftaftskandidat in Frage zu kommen muss man sich einer Prüfung unterziehen; wessen wohl? Der des Führers. Mussawi hat diese Prüfung genauso bestanden wie sein Kumpel Ahmadinedschad.

Der ‚Demokrat‘ und ‚Reformer‘ Mir Hossein Mussawi, den einige von euch gerne als neuen Präsidenten des Landes sehen würden ist, bei allem nötigen Respekt, ein erzkonservatives Arschloch. Den möchte ich nicht mal verschnürt im Kofferraum liegen haben. Der 1941 geborene Mussawi ist ideologisch stark mit dem verhaftet, was man im Iran ‚Revolution‘ nennt, also ein Anhänger Ruhollah Chomeini und wurde direkt nach ebendieser ‚Revolution‘ Chefredakteur der Zeitung der Partei der Islamischen Republik; vermutlich nehmen die nicht jeden. 1981 war er kurz Außenminister des Iran, hielt dann aber bis 1989 das Amt des Premierminister besetzt. Im Iran-Irak-Krieg (‚Wir‘ waren auf der Seite des Irak, haben aber beide Seiten mit Waffen beliefert.) hat er sich nicht nur durch seine Lebensmittelrationierung einen Namen gemacht, er hat auch politisch oppositionelle mit aller Härte verfolgen lassen. Außerdem Mitglied des Schlichtungsrates ist der Typ weder ein Newcomer noch ein Reformer und Demokratie kennt der nur aus dem Satelliten-Fernsehen. Der klebt in der iranischen Machtzentrale wie Scheiße am Schuh.

Die iranischen Präsidentschaftswahlen sind, unabhängig von den Kandidaten, Opium für die unterdrückte Bevölkerung und dienen der Stärkung und Legitimation der bestehenden Diktatur. Der Forderung nach Neuwahlen oder Ernennung Mussawis zum Präsidenten ist die Forderung nach Abschaffung der Gesamtscheiße vorzuziehen. Wenn aber ein Faschist dem anderen Faschisten Faschismus vorwirft, stellt Ihr euch auf die Seite desjenigen mit der besseren Presse. Dieser Logik folgend müsst Ihr Stauffenberg für einen Antifaschisten halten.

Beste Grüße

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21.05.2007

Jack London: Der Streikbrecher

Filed under: schland — ghandi @ 18:26

Nachdem Gott die Klapperschlange, die Kröte und den Vampir geschaffen hatte, blieb ihm noch etwas abscheuliche Substanz übrig, und daraus machte er einen Streikbrecher.
Ein Streikbrecher ist ein aufrechtgehender Zweibeiner mit einer Korkenzieherseele, einem Sumpfhirn und einer Rückgratkombination aus Kleister und Gallert. Wo andere das Herz haben, trägt er eine Geschwulst räudiger Prinzipien. Wenn ein Streikbrecher die Straße entlang geht, wenden die Menschen ihm den Rücken, die Engel weinen im Himmel und selbst der Teufel schließt die Höllenpforte, um ihn nicht hineinzulassen.
Kein Mensch hat das Recht, Streikbrecher zu halten, solange es einen Wassertümpel gibt, der tief genug ist, daß er sich darin ertränken kann oder solange es einen Strick gibt, der lang genug ist, um ein Gerippe daran aufzuhängen.
Im Vergleich zu einem Streikbrecher besaß Judas Ischariot, nachdem er seinen Herrn verraten hatte, genügend Charakter, sich zu erhängen. Den hat ein Streikbrecher nicht. Esau verkaufte sein Erstgeburtsrecht für ein Linsengericht. Judas Ischariot verriet seinen Heiland für 30 Silberlinge. Benedict Arnold verkaufte sein Land für das Versprechen, daß man ihm ein Offizierspatent in der britischen Armee geben würde. Der moderne Streikbrecher verkauft sein Geburtsrecht, sein Land, seine Frau, seine Kinder und seine Mitmenschen für ein unerfülltes Versprechen seines Trusts oder seiner Gesellschaft. Esau war ein Verräter an sich selbst. Judas Ischariot war ein Verräter an seinem Gott und Benedict Arnold war ein Verräter an seinem Land. Ein Streikbrecher ist ein Verräter an seinem Gott, seinem Land, seiner Familie und seiner Klasse!

Quelle: http://coforum.de/?3088

10.05.2007

Jupaidi und Jupaida, Hausdurchsuchung, Razzia

Filed under: evergreens, schland — ghandi @ 16:40

21 Terrorverdächtige kann ich mir auch selber machen. Einfach 21x ‚telnet koeln.ccc.de‘ in die Shell und ich bin auf dem selben Ermittlungstand wie die Bundesanwaltschaft. 21 Verdächtige, 40 Durchsuchungen, 0 Erkenntnisse, 0 Verhaftungen, peinliche Blamage.
Die Taktik ist nicht neu, der Soundtrack dazu auch nicht. Erst denkt mensch das Lied sei lustig, ist es auch.

Sie schlitzen die Tapeten auf und kriechen durch den Müll,
sie krempeln deine Möbel um
und schnüffeln in den Briefen rum
und tauchen durch’s Aquarium
du wunderst dich nur still.

Ist natürlich zufällig auch grad online:
dave corner — Hausdurchsuchung LINK

8.11.2006

Vom Rand zur Mitte — Rechtsextreme Einstellung und ihre Einflussfaktoren in Deutschland

Filed under: schland — ghandi @ 13:06

Das ist der Titel einer Studie, die Oliver Decker und Elmar Brähler unter Mitarbeit von Norman Geißler, unterstützt von der Friedrich-Ebert-Stiftung durchgeführt haben, welche heute veröffentlicht wurde.
Was da drin steht überrascht mich nicht so richtig, zumindest nicht nach dem ersten Vorbeiscrollen. Das Ausmaß der Katastrophe ist denoch erschreckend.
Für die politisch interessierten könnte es aber mal wieder ein Zeitpunkt sein Begriffe neu zu definieren. Für Antifaschistinnen und Antifaschisten verschiebt sich der Fokus einmal mehr. Dass Faschisten schon längst keine glatzköpfigen Holzköpfe mit Springerstiefeln sind, sollte sich mitlerweile Gesellschaftsweit ‚rumgesprochen haben. Dass ein Faschist sich nicht darüber bewusst sein muss, dass er einer ist, um es zu sein, muss den Menschen noch beigebracht werden.
Die Studie steht auf der Homepage der Friedrich Ebert Stiftung zum Download bereit.

gruß
ghandi

22.10.2006

Freiheit aushalten!

Filed under: schland — ghandi @ 19:57

Viele haben es befürchtet, manche haben es geahnt. Obwohl auf so mancher Nazi-Internetseite darauf hingewiesen wurde, sind bei der Demo (nach dem momentanen Stand der Auswertung) „Freiheit statt Angst“ in Bielefeld keine Faschisten offen aufgetreten. „Alles gut?“ könnte mensch sich jetzt fragen, und sich selbst die Antwort „Nein!“ geben. Denn das Problem kann nicht die Frage sein ob die die Nazis kommen, sondern warum sie es in Betracht ziehen zu kommen. Dieses Problem hat sich durch das Fernbleiben der Faschisten am Freitag nicht von selbst gelöst, wie es die Veranstalter der Demo wohl gerne hätten. Nicht im Geringsten!

Leider verweigert der Foebud, als Vorbereiter der Demonstration und der im Anschluss stattfinden BigBrotherAwards, bisher eine Antwort auf diese Frage. Darum muss ich mir die Antwort wohl selber suchen.
Worum ging es bei dieser Demo eigentlich? Das Motto war „Freiheit statt Angst„. Das ist noch ein sehr schwammiger Slogen ohne irgendeine inhaltliche Ausrichtung. „Freiheit statt Angst“ könnte genauso gut eine Parole von Geoge W. Bush, Osama Bin Laden oder Christian Worch sein. „Freiheit statt Angst“ wäre auch ein toller Werbespruch für ein Anti-Schuppen-Shampoo. Liegt hier vielleicht schon ein Ansatz für die Lösung unseres Problems? Schauen wir mal weiter.
Um dem Mob mitzuteilen worum es denn jetzt genau geht bei der Demo, hat der Foebud in die Überschrift des Aufrufes einen weiteren Aspekt eingebracht. Eine „Demo gegen Sicherheits- und Überwachungswahn“ sollte es werden. Stellen wir uns folgendes kurzes Gespräch vor:
Datenschützer: „Ich bin gegen Überwachungswahn!“
Geoge W. Bush: „Ich nicht!“
Osama Bin Laden: „Ich auch nicht!“
Christian Worch: „Ich finde Überwachungswahn ganz toll!“

Jedem Menschen, der noch halbwegs alle Steine auf der Schleuder hat fällt bei diesem Beispiel sofort auf, dass ein solches Gespräch niemals zu Stande kommen würde. Nicht nur, dass sich diese Leute vermutlich nicht besonders leiden mögen sondern auch, weil jeder Volldepp bei einer Demo mitlaufen kann die sich gegen „Sicherheits- und Überwachungswahn“ richtet. Der Grund dafür liegt in dem kleinen aber ausschlaggebenden Wörtchen „Wahn„, welches wohl überall auf der Welt negativ belegt ist. Bis hierher kann sich der Aufruf als durchaus Massenkompatibel vorzeigen lassen.

Schauen wir uns den Aufruf noch etwas weiter an. Der erste Absatz lautet so: „Der Überwachungswahn greift um sich. Staat und Unternehmen registrieren, überwachen und kontrollieren uns immer vollständiger. Egal, was wir tun, mit wem wir sprechen oder telefonieren, wohin wir uns bewegen oder fahren, mit wem wir befreundet sind, wofür wir uns interessieren, in welchen Gruppen wir engagiert sind – der „große Bruder“ Staat und die „kleinen Brüder“ aus der Wirtschaft wissen es immer genauer.
Oha, ein Seitenhieb richtung „großer Bruder“ und „kleiner Bruder„. Die Feststellung, dass der „Überwachungswahn“ um sich „greift“ in einem Absatz mit Staat und Wirtschaft zu nennen, das ist ja schon fast eine politisch Aussage! Keine direkte, aber wenn ich es ganz unbefangen lesen würde, würde ich mir denken: ‚Die Schisser trauen sich zwar nicht deutlich zu sagen was sie denken, aber sie deuten es hier immerhin an, irgendwie, vielleicht‚.
Wie sieht es mit der Massenkompatibilität zu diesem Zeitpunkt aus? Wer zieht an dieser Stelle das Aufrufes noch mit?
[x] Datenschützer
[ ] George W. Bush
[x] Osama Bin Laden
[x] Christian Worch

Diese aufschlussreiche Multiple-Choice-Lösung macht allen klar: Bush ist raus. Danke Foebud!

Im Aufruf folgen an dieser Stelle zwei weitere Absätze, in denen sich aber auch nicht positioniert wird. Im ersten davon wird festgestellt, dass die „wirklichen Probleme“ „Arbeitslosigkeit und Armut“ sind und die „auf der Strecke“ bleiben „wo„(sic!) „Angst und Aktionismus regieren„.
So dankbar ich dem Foebud grade auch war, als er George W. rausgeschmissen hat, so enttäucht muss ich jetzt feststellen: Bush ist wieder drin!
Kommen wir zum nächsten Absatz. In diesem wird bemängelt, dass „sich nicht mehr unbefangen und mutig für seine Rechte und eine gerechte Gesellschaft einsetzen“ kann, wer „sich ständig überwacht und beobachtet fühlt„. Ich wusste es immer. Der Foebud ist eigentlich ein furchtbar emotionaler Haufen. Es geht gar nicht um Datenschutz oder Privacy, es geht darum, dass sie nicht merken möchten, dass sie überwacht werden; es geht ums Gefühl. Und weil sich das alles schlecht anfühlt befürchtet der Foebud „eine unkritische Konsumgesellschaft von Menschen, die „nichts zu verbergen“ haben und dem Staat gegenüber – zur vermeintlichen Gewährleistung totaler Sicherheit – ihre Freiheitsrechte aufgeben„. Ich vermutem dass mit solchen Freiheitsrechten unter anderem das „Recht am eigenen Bild“ gemeint ist, oder vielleicht noch viel trivialer, dass Recht auf eine Demo gehen zu können, ohne sich einen Tag später im Internet wiederzufinden. An dieser Stelle des Aufrufes und nach Besichtigung dieser Seite muss sich der Foebud die Frage gefallen lassen, ob er eigentlich selbst an das glaubt was er so verzapft, oder ob es sich bei diesem Verein nur um ein Mittel des Broterwerbes mit stumpfen Floskeln handelt. Die Leute auf den Bildern werden sich jedenfalls, ganz bestimmt, 100% freuen, dass der Foebud sich so ausgezeichnette Gedanken zum Thema „Freiheitsrechte“ gemacht hat.
Wer gehofft hat das Ende der Fahnenstange sei hier erreicht, der muss noch etwas aushalten. Nach einem Aufruf ohne jegliche Positionierung ist der Foebud so frei ein paar Forderungen aufzustellen. Na. welche sind das wohl? Als erster Punkt in Fettschrift und ganz wichtig steht da:
Weniger Überwachung„. Hä? Das schlägt dann wohl dem Fass den Boden aus! „Weniger Überwachung“ (sic!!!!). Leute gehts noch? Lieber Foebud, die Forderung, die an dieser Stelle mal angebracht wäre lautet: ‚Keine Überwachung!‘. Habt ihr wirklich so wenig Mum in den Knochen?
Im selben Tenor geht es weiter:
* „keine Totalprotokollierung von Telefon, Handy und Internet
* „Stopp der Videoüberwachung des öffentlichen Raums
* „keine automatische Gesichtskontrolle
* „Stopp von Biometrie und RFID-Chips in Ausweisen und Pässen
* „keine Aufzeichnung des Flugreiseverkehrs
* „kein automatischer Kfz-Kennzeichenabgleich auf öffentlichen Straßen
* „bestehende Überwachungsgesetze auf den Prüfstand stellen

Machen wir an dieser Stelle den Versuch diesen Blödsinn in Forderungen umzuformulieren:
* ‚keine Protokollierung von Telefon, Handy und Internet‘
* ‚Stopp der Videoüberwachung‘
* ‚keine Gesichtskontrolle‘
* ‚keine Erfassung von biometrischen Merkmalen‘
* ‚keine Überwachung das Verkehrs‘
* ‚Abschaffung aller Überwachungsbefugnisse‘
Mmh, es geht tatsächlich. Darf mensch halt kein Schisser sein.

Wer diesen unglaublich sinnbefreiten Demoaufruf bis zum Ende bewältigt hat, dem blüht zum Schluss noch etwas ganz besonderes! Da steht:
Stopp für neue Überwachungsgesetze
Das ist doch mal ’ne Forderung! Hättet ihr bis hierher nicht so geschlampt, dann hättet ihr euch dieses Glanzstück zum Schluss sparen können. Leider reicht dieses klitzekleine Lichtchen, am Ende des unglaublich langen und noch viel unglaublich dunkleren Tunnels nicht aus, den Aufruf zu retten.

Zum Abschied am Ende, kommen wir nochmal auf die Frage zurück warum um alles in der Welt die Nazis auf die Idee kommen mit dem Foebud demonstrieren zu wollen. Die Analyse des Aufrufes hat uns der Antwort schon ein gutes Stück näher gebracht. Diesen Aufruf kann eigentlich jeder Unterschreiben, der keinen Funken Grips hat.
[x] Datenschützer
[x] George W. Bush
[x] Osama Bin Laden
[x] Christian Worch

gruß
ghandi
edit: Und so fühlt sich ein Text zum Thema Datenschutz an, der mit Inhalt gefüllt wurde.

13.08.2006

Für den Frieden?

Filed under: schland — ghandi @ 11:24

Mal so richtig friedlich sein

So sieht eine Friedensdemo in Berlin aus.

(Quelle: http://de.indymedia.org/2006/08/154751.shtml)
gruß
ghandi

2.08.2006

Heise-Leser beschimpfen Israel

Filed under: schland — ghandi @ 18:10

Israelis Hacken Hisbollah-TV“ ist eine Überschrift die Lust auf mehr macht. Der Artikel gibt nicht so wahnsinnig viel her, bemerkenswert ist nur die Tatsache, dass sich der Autor nicht scheute mal eben auf eine Seite eben jener Hisbollah zu verlinken. Ich möchte jetzt nicht mit den üblichen Vorwürfen um mich werfen, darum werfe ich mal ganz unüblich mit dem Vorwurf „Vollidiot“ um mich. Wie kann man auf die Idee kommen, eine Seite zu verlinken die so dermaßen nach Antisemitismus stinkt? Vermutlich hat er sich nichts dabei gedacht, was den Vorwurf des Vollidioten nur noch mehr Fundament verleiht.

Aber es geht ja nicht um Heise, sondern um die Heise-Leser. Leider ist das Niveau der meisten Poster dort nicht hoch genug, als dass ich sie hier zitieren möchte. Sehr schön sind aber die obligatorischen Holocaustvergleiche und die Frage danach ob die Juden denn nicht aus dem Holocaust gelernt hätten.

In letzter Konsequenz sind mal wieder die Juden schuld wenn irgendein Mob sie ins Meer treiben möchte.

gruß
ghandi

25.07.2006

Capture the Flag

Filed under: schland — ghandi @ 13:34

Die WM hat uns verlassen. Wir sind nicht Weltmeisterin geworden. Naja, immerhin sind wir noch Papst.

Neben dem Trauma grölender Herrenmenschen ist vor allem eins übrig geblieben: ein Haufen eingesammelter Fahnen. Auf Indy war in einem Artikel davon zu lesen, dass die Souvenirs in Nürnberg den Flammen übergeben worden sind. Die Sektion, die für Beiträge welche keine Inhaltliche Ergänzung darstellen, reserviert ist, quoll über.

let the goddamn flags burnKurz darauf nahmen sich Leute dem Thema an, die auch der letzte Libarale schlichtweg als Nazi bezeichnen würde. Nämlich die Macher des Rechtsradikalen Portals „Altermedia“.

Sie nahmen sich der Sache an und die Leser gaben ihre schönsten Kommetare ab:

Schwarz-Weiß-Rot haben sie nicht verbrannt.

Diese linksextremen multikulturellen Antifapädophilen sollten sich waschen, bevor sie das nächste Mal demonstrieren, sonst kommen sie eines Tages ganz unfreiwillig unter die Dusche.“

Na gut, wer sich nicht wäscht wird vergast. Das ist nicht neues in Deutschland und auch längst nicht das einzige Kreterium. Allerdings beweist dieser Satz eines: Der Deutsche an sich kann sich der Geschichte des Landes in dem er lebt durchaus bewusst sein.

Es hätte eine so schöne „Rechts gegen Links“-Geschichte werden können, wenn der „Focus“ nicht blöd genug gewesen wäre die Story zu bringen. Es waren ja schließlich die Fahnen des „Volkes“ die da verbrannt wurden und das hält viel von seinen 99cent-Plastiklappen. Und weil es ums Volk, geht muss der „Stern“ die Story vom „Focus“ abschreiben.

Das schöne an diesen Blättern ist, dass sie eine Kommentarfunktion haben.

Haben die in ihrem erbärmlichen Leben sonst echt keine Freude. Sie begeben sich damit auf eine Stufe mit Neo-Nazis die das Tagebuch der Anne Frank verbrennen.

Diese hasserfüllten Flaggenverbrenner brüsten sich übrigens auf der linksradikalen hetzerseite Indymedia mit ihren Taten.

Für mich ist das verbrennen der Deutschlandfahne nicht nur Verunglinfung sondern auch Hochverrat am Staat und seinen treuen Bürgern !!!

Wenn gewisse Leute doch so einen Groll gegen ihr Vaterland hegen, würde ich eine Auswanderung vorschlagen. Aber ich glaube so ein Pack will eigentlich keiner bei sich haben…

Antifaschisten Faschisten

Flagen stehlen und verbrennen ist ungefähr auf demselben geistigen Level, wie Bücher verbrennen.

Wie die Nazis

Früher wurden von Rechten die Bücher verbrannt, heute werden von den linken die Fahnen verbrannt. Sie haben nämlich eins nicht begriffen, die Fahne symbolisiert für die meisten von uns Freiheit, Einheit und Brüderlichkeit.

Siedelt doch aus, am besten auf die Venus!

Wer Flaggen verbrennt – und sei es auch die eigene – kommt in unheilige Nähe zu denen, die noch ganz anderes – und sein es Menschen – verbrennen!

Das geistige Niveau zwischen denen und den Tagebuchverbrennern ist sicherlich nicht zu unterscheiden.

So ist das also. Ich danke dem Focus. Und ich dachte immer die Fahnenschwenker seien dumm. Das Stimmt gar nicht. Sie sind gefährlich!

Genau solche Kommentare sind der Grund warum euch Arschlöchern die Fahne geklaut wird! Ihr könnt einfach nicht damit umgehen.

gruß

ghandi

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