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9.07.2009

Bodo Thiesen versucht seine Partei und seine Kritiker auszutricksen

Filed under: Piratenpartei — Schlagwörter: , , , — ghandi @ 06:12

Liebe Piraten,

In seiner ‚Distanzierung‘ genannten Stellungnahme schreibt Bodo Thiesen:

Liebe Piraten

Hiermit erkläre ich in Übereinstimmung mit der Satzung der Piratenpartei Deutschland, daß ich faschistische Bestrebungen jeder Art entschieden ablehne. Weiterhin erkläre ich, daß ich den Holocaust weder leugne noch geleugnet habe und auch nicht gedenke, dies in Zukunft zu tun. Ich habe keinen Zweifel daran, daß im Zuge dieses durch das nationalsozialistische Deutschland begangene Verbrechen über 6 Millionen Menschen umgebracht worden sind, die meisten von ihnen Juden. Ich bin ebenfalls davon überzeugt, daß Adolf Hitler den Krieg bewusst und willentlich durch den Angriff auf Polen gestartet hat. Ich habe tiefstes Mitgefühl für die Opfer dieser Verbrechen und ihre Angehörigen. Ich werde in Zukunft jegliche Äußerungen unterlassen, die an dieser, meiner Meinung Zweifel aufkommen lassen könnten.

Abschließend möchte ich mich bei allen Beteiligten für die Turbulenzen der vergangenen Tage entschuldigen, die durch meine früheren, mißverständlichen Aussagen ausgelöst wurden. Weiterhin möchte ich mich für den Rückhalt bedanken, den ich in der Partei von vielen, insbesondere jenen, die mich persönlich kennen, erhalten habe.

Mit piratigen Grüßen

Bodo Thiesen

(Quelle: http://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Bodo_Thiesen/Distanzierung )

nicht überall wo Distanzierung drauf steht ist auch Distanzierung drin. In dem Text von Thiesen steckt, trotz wohlklingender Überschrift, nichts dergleichen. Um den Text in seinem Sinn zu erfassen ist es notwendig Thiesens ‚Distanzierung‘ mit den Texten von ihm zu vergleichen von denen er behauptet, er würde sie sich nicht mehr zu eigen machen. Einem Leser, sofern er mit dem Begriff ‚Textverständnis‘ etwas anfangen kann, fällt bei der Lektüre auf, dass Thiesens ‚Distanzierung‘ nicht den geringsten Widerspruch zu seinen Verfehlungen aus dem Jahr 2003 aufweist.
Dies möchte ich, anhand einiger Beispiele, versuchen deutlich zu machen.

Hiermit erkläre ich in Übereinstimmung mit der Satzung der Piratenpartei Deutschland, daß ich faschistische Bestrebungen jeder Art entschieden ablehne.

(Aus Thiesens ‚Distanzierung“)

Die Unterstützung „faschistischer Bestrebungen“ kann man Thiesen gar nicht vorwerfen. Thiesens Newsgroup-Beiträge zeugen vielmehr von einer Geschichtsbetrachtung, welche ein Verständnis des Faschismusbegriffs gar nicht zulässt. So schrieb Thiesen am 14 Jun. 2003:

Im Gegensatz zu Deutschland, wo die Judenverfolgung lächerliche 12 Jahre dauerte, kann die USA auf /jahrhundertelange/ Verfolgung und Unterdrückung zurrückblicken. Es waren nur keine Juden, sondern Indianer, Schwarze usw., /das/ ist der einzige Unterschied zwischen der Nazi-Regierung, und den übrigen Regimen.

(Quelle:http://groups.google.de/group/de.soc.politik.misc/msg/92afa0dd18ded9bc )

Das ist das Geschreibe eines Mannes, welcher weder mit der Geschichte der Vereinigten Staaten noch mit dem Begriff ‚Regime‘ etwas anfangen kann.
Das Nichtanerkennen der historischen Singularität der Shoa, der von einem Staat angeordneten, geplanten und von allen seinen Institutionen (Exekutive, Legislative, Judikative) mitgetragenen systematischen Vernichtung der europäischen Juden, ist die Behauptung Thiesens, welche zur öffentlichen Kritik führte. Zu dieser hat sich Thiesen aber bis heute nicht distanzierend verhalten. Stattdessen versucht er durch eine viel allgemeinere Aussage von der eigentlichen Kritik abzulenken und schreibt in seiner ‚Distanzierung‘:

Weiterhin erkläre ich, daß ich den Holocaust weder leugne noch geleugnet habe und auch nicht gedenke, dies in Zukunft zu tun. Ich habe keinen Zweifel daran, daß im Zuge dieses durch das nationalsozialistische Deutschland begangene Verbrechen über 6 Millionen Menschen umgebracht worden sind, die meisten von ihnen Juden.

(Aus Thiesens ‚Distanzierung“)

Von einem Eingeständnis im Sinne der Kritik ist in diesen Sätzen keine Spur.
Es kann nach all den bereits geführten Debatten nicht davon ausgegangen werden, dass Thiesen zum Zeitpunkt seiner Stellungnahme der Inhalt der Kritik nicht bekannt war. Sollte dies der Fall sein, disqualifizierte ihn allein ein solches Konfliktverhalten von der Inhabe eines beliebigen Amtes in verantwortlicher Funktion.

Einen weiteren Anlass zur Kritik bot Thiesen als er am 27.02.2003 unter Anderem schrieb:

Wenn Polen Deutschland den Krieg erklärt hat (und das hat Polen indirekt durch die Generalmobilmachung), dann hatte Deutschland *jede* legitimation, Polen anzugreifen.

und

In diesem Fall wäre Deutschland möglicherweise Schuld. Aber dummerweise war da kein Überfall.

(Quelle: http://de.nntp2http.com/soc/zensur/2003/02/6e6de1b940b719b439ed349d1fb36fd6.html )

In diesem Newsgroup-Thread behauptet Thiesen wiederholt Polen sei verantwortlich für den Kriegsbeginn am 1. September 1939. Anhand der vermeintlichen Spitzfindigkeit, es hätte sich lediglich um einen legitimen „Angriff“ und nicht um einen „Überfall“ auf Polen gehandelt lässt Thiesen keinen Zweifel mehr daran wessen Geistes Kind er ist. Von einer Umkehr Thiesens kann auch in diesem Fall keine Rede sein. In seiner ‚Distanzierung‘ schreibt er:

Ich bin ebenfalls davon überzeugt, daß Adolf Hitler den Krieg bewusst und willentlich durch den Angriff auf Polen gestartet hat.

(Aus Thiesens ‚Distanzierung“)

Auch in diesem Fall ist eine Distanzierung nicht zu erkennen. Stattdessen greift er wieder auf die Vokabel „Angriff“ zurück und spricht von einem „Start“ des Krieges. Auf den Vorwurf, nämlich dass er die Kriegsschuld bei Polen vermutet, geht er mit keiner Silbe ein.

Desweiteren schreibt Thiesen:

Ich werde in Zukunft jegliche Äußerungen unterlassen, die an dieser, meiner Meinung Zweifel aufkommen lassen könnten. Abschließend möchte ich mich bei allen Beteiligten für die Turbulenzen der vergangenen Tage entschuldigen, die durch meine früheren, mißverständlichen Aussagen ausgelöst wurden.

(Aus Thiesens ‚Distanzierung“)

Dieser Satz Thiesens kann vor dem aktuellen Hintergrund nur als eine Verhöhnung seiner Kritiker verstanden werden. Offenbar ist ihm weder die Tragweite seines Handelns bewusst, noch bringt er den nötigen Anstand auf, in dem von ihm ‚Distanzierung‘ betitelten Text ein unmissverständliches Zeichen zu setzen. Stattdessen hantiert er mit Hintertürchen und versucht seine innerhalb und außerhalb der Piratenpartei anzufindenen Kritiker hinters Licht zu führen.

Beste Grüße

ghandi

wilde Linksammlung dazu:
http://twitter.com/piratenpartei
http://www.spreeblick.com/2009/07/07/meinungsfreibeuter/
http://blog.fukami.io/archives/2009/07/06/bpt09/
http://piratenpartei.de/node/810
http://helmut-pozimski.de/node

Nachtrag: Bis hier hast Du es geschaft. Wenn Du dich entschiedest einen Kommentar zu schreiben, lass dir gesagt sein, dass ich keinerlei Scheu davor habe dich zu löschen. Desweiteren hege ich eine besondere Vorliebe für Leute, die meinen mir beweisen zu müssen, wie viel cleverer als ich sie sind. Nur zu!

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16.06.2009

Blutgrätsche ins Jochbein der Iranwahlanalysten

Filed under: Iran, schland — Schlagwörter: , , — ghandi @ 18:46

Alarm im Internet. Die Propagandamaschine gegen den sechsten Präsident der ‚Islamischen Republik Iran‘, Mahmud Ahmadinedschad, ist seit langem in vollem Gange und zeigt endlich die gewünschte Wirkung. Gegen das Twitterunwetter #iranelection ist das Sommergewitter vor meinem Fenster gar nichts. Engagierte Handyfilmer drücken auch das letzte Fitzelchen nichtsagendes Bildmaterial in die Youtube. Auf allen Kanälen, in jeder Zeitung das selbe geblubber. Ihr ahnt es schon, ich könnte kotzen! Diejenigen, die gestern noch Ursulas Kinderpornonummer durchschaut haben fallen heute massenhaft um, weil es geht ja um Demokratie und Menschenrechte. Es werden Demonstrationen verboten, Motorräder verprügelt, Frauen, Kinder, Greise, blablabla. Es werden Menschenmassen abgefilmt, ein kämpfendes ‚Volk‘ gezeigt, medienwirksam als wäre eine moderne Riefenstahl am Werk. Web2.0 trifft Propaganda2.0.

Ich schreibe das jetzt ganz langsam, damit es jeder kapieren kann: Die Islamische Republik Iran ist undemokratisch! Immer schon gewesen! Die Zukunft lässt nichts gutes hoffen! Irre kommen, Irre gehen!

Der iranischen Führungsriege mangelndes Demokratiebewusstsein vorzuwerfen ist so sinnfrei wie Clemens Tönnies darauf aufmerksam zu machen, dass er seinen Veganismus nur schlampig durchzieht. Menschenrechtsverletzungen gehören im Iran schon immer zum guten Ton. Wer sich damit nicht abfinden wollte und die Gelegenheit hatte, hat das Land schon vor Jahrzenten verlassen.

Das was Ihr als ‚Präsidentschaftswahlen‘ verstanden haben wollt hat mit Demokratie genau gar nichts zu tun. Diese Wahlen waren Nonsense bevor die erste Stimme abgegeben wurde. Das Staatsoberhaupt des Iran war, ist und bleibt der Führer (und das ist kein Witz). Davon gab es bisher genau zwei. Von 1979 bis 1989 hatte Großayatollah Ruhollah Khomeini dieses Amt inne, direkt gefolgt von Ayatollah Ali Chamenei, welcher bis heute im Amt ist. Um überhaupt als Präsidentschaftaftskandidat in Frage zu kommen muss man sich einer Prüfung unterziehen; wessen wohl? Der des Führers. Mussawi hat diese Prüfung genauso bestanden wie sein Kumpel Ahmadinedschad.

Der ‚Demokrat‘ und ‚Reformer‘ Mir Hossein Mussawi, den einige von euch gerne als neuen Präsidenten des Landes sehen würden ist, bei allem nötigen Respekt, ein erzkonservatives Arschloch. Den möchte ich nicht mal verschnürt im Kofferraum liegen haben. Der 1941 geborene Mussawi ist ideologisch stark mit dem verhaftet, was man im Iran ‚Revolution‘ nennt, also ein Anhänger Ruhollah Chomeini und wurde direkt nach ebendieser ‚Revolution‘ Chefredakteur der Zeitung der Partei der Islamischen Republik; vermutlich nehmen die nicht jeden. 1981 war er kurz Außenminister des Iran, hielt dann aber bis 1989 das Amt des Premierminister besetzt. Im Iran-Irak-Krieg (‚Wir‘ waren auf der Seite des Irak, haben aber beide Seiten mit Waffen beliefert.) hat er sich nicht nur durch seine Lebensmittelrationierung einen Namen gemacht, er hat auch politisch oppositionelle mit aller Härte verfolgen lassen. Außerdem Mitglied des Schlichtungsrates ist der Typ weder ein Newcomer noch ein Reformer und Demokratie kennt der nur aus dem Satelliten-Fernsehen. Der klebt in der iranischen Machtzentrale wie Scheiße am Schuh.

Die iranischen Präsidentschaftswahlen sind, unabhängig von den Kandidaten, Opium für die unterdrückte Bevölkerung und dienen der Stärkung und Legitimation der bestehenden Diktatur. Der Forderung nach Neuwahlen oder Ernennung Mussawis zum Präsidenten ist die Forderung nach Abschaffung der Gesamtscheiße vorzuziehen. Wenn aber ein Faschist dem anderen Faschisten Faschismus vorwirft, stellt Ihr euch auf die Seite desjenigen mit der besseren Presse. Dieser Logik folgend müsst Ihr Stauffenberg für einen Antifaschisten halten.

Beste Grüße

4.06.2009

Phishing for beginners

Filed under: Uncategorized — ghandi @ 17:29

Heute haben gehabt dieses in mein Mailbox:

„Sehr geehrte Kunde DAB Bank!
Wir verbreiten Kennwort nie. Tauschen Sie Ihren Kennwort jede ein Paar Monate.
Seien Sie sicher, dass Ihr Computer von den Programmen des Anti-Virus, der Sicherheit und des Schutzes von anti-spyware erneuert wird.
Laden Sie unsere letzte Software, um zu helfen, Ihren Eingang ins Internet“

Gefolgen von kurioses Link.

2.06.2009

Bischen viel Spam

Filed under: Uncategorized — ghandi @ 22:53

spam

31.05.2009

Ich hab‘ das Kennwort gefunden!

Filed under: Uncategorized — ghandi @ 22:48

Muahahahahahahaha!

8.06.2007

“Sommer, Sonne, Eisenstange” — Tag 7komma5

Filed under: evergreens, g8, rostock, sommer sonne eisenstange — ghandi @ 22:37

Ja ok, ich hab einen Tag geschwänzt. Macht aber nichts. Dafür gibt’s heute alle Hits der letzten Woche im schnelldurchlauf als Tarball, inklusive den Motivationsliedern die gestern ausgefallen sind. Dabei handelt es sich um den Hit ‚Tierra y libertad‚ der gsds-Band ‚Rantanplan‚ und dem Riotsong ‚Talkin bout a revolution‚ von ‚Tracy Chapman‚.

The Gipfel is over, alles bleibt wie es war. Eine tiefergehende Analyse überlasse ich dem Spiegel und der Bild. Ich hab‘ mein Bestes getan die Sache eskalieren zu lassen.

Sommer, Sommer, Eisenstange — Der Sampler zur Revolution.

6.06.2007

“Sommer, Sonne, Eisenstange” — Tag 6

Filed under: g8, rostock, sommer sonne eisenstange — ghandi @ 11:29

Meines lieblingsproviders Nachrichtenseite hat vier Tage zu spät endlich festgestellt, dass die Bullen lügen. Von den 30 schwerverletzten Bullen sind noch genau zwei (2) übrig. Die anderen 5hundertmillionentausendhundert3null verletzten Bullen haben sich hauptsächlich, durch effektives auf’s Maul legen und ihr eigenes(!) Tränengas, selbst verletzt. Im Osten nichts neues. In anbetracht der Tatsache, dass die deutsche Bereitschaftspolizei zu blöd zum laufen ist, fordere ich umgehend den Einsatz der GSG9 und der Armee und Panzer und Napalm gegen den voll gefährlichen Schwarzen Block. Sollte das alles nichts nützen, muss halt der alleroberste Verfassungsschützer und unser aller Freund Wolfi Schäuble seinen Allerwertesten selbst noch Rostock rollen um den Gipfel zu retten. (Das musste ich leider streichen, weil Verbrecher in Rostock Hausverbot haben. Da muss Schmiergeld-Wolfi leider draußen bleiben). Immerhin setzen die Terror-Clowns Seifenblasen gegen die total bemitleidenswerte Zolipei ein, und Seifenblasen sind ja chemisch.

Gipfel heute. Hier „Sommer, Sonne, Eisenstange“ Teil 6. Heute der offizielle „Voll politisch Tag der „Sommer, Sonne, Eisenstange“-Woche“!

chaoze one — Viva libertad
… but alive — Natalie

Den Rest der Woche ohne Tag 6 (der ist ja heute) und Tag 7 (der ist erst morgen) hats hier gelinkt.
Tag1 Tag2 Tag3 Tag4 Tag5

5.06.2007

“Sommer, Sonne, Eisenstange” — Tag 5

Filed under: g8, rostock, sommer sonne eisenstange — ghandi @ 16:51

„Clown’s Army“ sprüht Gift gegen Polizisten“ stand auf Spiegel-Online. Das kann leider niemand belegen, darum wurde die Meldung geändert und heißt jetzt „Polizei wirft „Clown’s Army“ Chemieeinsatz vor„. Acht Bullen sollen deswegen schon im Krankenhaus behandelt worden sein.
Es ist nichts neues, dass Pressevertreter dazu neigen Abschriften von Polizeiberichten als investigativen Journalismus zu verkaufen. Das was Spiegel da als ‚Gipfel-Ticker‘ abliefert ist aber echt nur noch Bildniveau

Hier dagegen gibt es erstklassige Undergroundnews, direkt aus dem Schwarzen Block und brutalstmögliche Aufklärung! Heute im Angebot:

+++ Mit dieser Musik stacheln blutrünstige Autonome unsere Jugend zu Gewalt und Terror auf! +++

Slime — Ich war dabei
Terrorgruppe — 1977

Noch mehr harmonischer Kuschelrock aus der Reihe „Sommer, Sonne, Eisenstange“:
Tag1 Tag2 Tag3 Tag4

4.06.2007

“Sommer, Sonne, Eisenstange” — Tag 4

Filed under: g8, rostock, sommer sonne eisenstange — ghandi @ 19:26

Heute ist Montag. Montags ist immer alles ein wenig langsamer, was wohl der Grund dafür ist, dass es noch immer keine bürgerkriegsähnlichen Zustände in Rostock gibt. Die BILD lächelte mich heute bei meinem Mate-Dealer mit der der Frage danach an, ob denn Tote gewollt seien. Diese Frage kann ich ganz klar verneinen, aber wo gehobelt wird fallen bekanntlich Späne und um Omelett zu machen müssen Eier zerschlagen werden.
Von solch dramatischen Meldungen ist Rostock noch ein ganzes Stückchen entfernt, es gibt ja den dritten Tag in Folge nicht einmal eine nennenswerte Anzahl Verletzte.

Jetzt mal Butter bei die Fische. Radikaler Protest sieht anders aus und hört sich auch anders an. So zum Beispiel:

Dritte Wahl — Auge um Auge
Untergangskommando — Hass und Gewalt

Die Musik der letzten Tage:
Tag1 Tag2 Tag3

3.06.2007

“Sommer, Sonne, Eisenstange” — Tag 3

Filed under: g8, rostock, sommer sonne eisenstange — ghandi @ 17:56

Der Supergau ist eingetreten. Sonntagnachmittag und nicht die Spur von Krawall. Mit diesem Land geht’s echt bergab! N24 kaut seit 24 Stunden das selbe Autowrack durch und die Bullen langweilen sich noch zu tode, wenn nicht bald was passiert.
Aber ich schau‘ bei dem Elend nicht zu! Ich handle sofort und werfe Motivationsmusik auf den Markt!
Heute ganz toll, weil es ja manchmal ziemlich radikal ist gar nichts zu sagen: ‚Chumbawamba‚ mit dem sehr bläserlastigen Track ‚Meinhof‚ und direkt danach ‚Quetschenpaua‚ mit dem Klassiker ‚Wagensportliga‚.

Chumbawamba — Meinhof
Quetschenpaua — Wagensportliga

Damit wirds morgen hoffentlich besser.

Motivationsmusik von Tag 1 der „Sommer, Sonne, Eisenstage“ – Woche gibts hier
und die von Tag 2 is‘ hier.

2.06.2007

“Sommer, Sonne, Eisenstange” — Tag 2

Filed under: g8, rostock, sommer sonne eisenstange — ghandi @ 18:08

Naja, so richtig Stimmung ist heute noch nicht aufgekommen. Reuters, dpa, Bullen- und Pressevertreter im allgemeinen überdramatisieren den leichten Steinschlag in Rostock doch ganz schön. Letzendlich ist nicht viel passiert und das ist eigentich ärgerlich, denn wenn das so weiter geht müssen Presse und Bullen selbst anfangen Steine zu werfen, um ihre überbezahlten Jobs zu behalten.
Das möchte ich der, bei den deutschen Einsatzhundertschaften versammelten, Bildungselite nicht zumuten. Darum gibts heute wieder den passenden Soundtrack, damit es in den nächsten Tagen vielleicht doch noch so richtig kracht!
Heute gibt’s ‚Die goldenen Zitronen‚ mit dem oft kopierten doch nie erreichten Hit ‚Alles was ich will‚ und im Anschluss ‚Ton Steine Scherben‚ mit dem absoluten Riotmotivationssong ‚Macht kaputt, was euch kaputt macht‚.

So kann’s nicht weitergehen!

Dir goldenen Zitronen — Alles was ich will
Ton, Steine, Scheren — Macht kaputt, was euch kaputt macht

Die tolle Musik von gestern gibt es hier.

1.06.2007

Die offizielle „Sommer, Sonne, Eisenstange“ Woche!

Filed under: g8, rostock, sommer sonne eisenstange — ghandi @ 18:46

Alle reden vom Gipfel. Alle wollen Krawall, vor allem die Presse. Kaum eine Stunde vergeht, in der nicht irgendein Pressetyp die große Schlacht von Rostock heraufbeschwört.
Dummerweise ist bisher genau gar nichts passiert und das macht die Medienvertreter unglücklich. Damit das nicht so bleibt, eröffne ich hier, heute und jetzt die offizielle „Sommer, Sonne, Eisenstange“ Woche. Jeden Tag wird der passende Soundtrack zur Straßenschlacht verlinkt. Wer glaubt ich würde Protestsongs verlinken in denen über bestehende Verhältnisse gejammert wird kann sich gleich den Daumen in den Po stecken. Bei mir gibt es nur gewaltverherrlichende Tophits!

Heute geht’s ganz seicht los mit ‚N.O.E.‘ und dem einmaligen Smashhit ‚Wir sind da!‚ und ‚WIZO‚ mit dem unvergleichlichen Gassenhauer ‚Kein Gerede!‚. Das sollte für’s erste genügen um Samstag ’nen ordentichen Riot zu sehen.

Sämtliche Beschwerden werden übrigens hier gerne entgegengenommen und ich grüße ganz herzlich die bedauernswerte Figur die mit der Suchanfrage ‚intitle:index.of /hackertools‘ auf diese Seite gekommen ist.

Und nun zum Hauptfilm.

N.O.E. — Wir sind da!
WIZO — Kein Gerede!

21.05.2007

Jack London: Der Streikbrecher

Filed under: schland — ghandi @ 18:26

Nachdem Gott die Klapperschlange, die Kröte und den Vampir geschaffen hatte, blieb ihm noch etwas abscheuliche Substanz übrig, und daraus machte er einen Streikbrecher.
Ein Streikbrecher ist ein aufrechtgehender Zweibeiner mit einer Korkenzieherseele, einem Sumpfhirn und einer Rückgratkombination aus Kleister und Gallert. Wo andere das Herz haben, trägt er eine Geschwulst räudiger Prinzipien. Wenn ein Streikbrecher die Straße entlang geht, wenden die Menschen ihm den Rücken, die Engel weinen im Himmel und selbst der Teufel schließt die Höllenpforte, um ihn nicht hineinzulassen.
Kein Mensch hat das Recht, Streikbrecher zu halten, solange es einen Wassertümpel gibt, der tief genug ist, daß er sich darin ertränken kann oder solange es einen Strick gibt, der lang genug ist, um ein Gerippe daran aufzuhängen.
Im Vergleich zu einem Streikbrecher besaß Judas Ischariot, nachdem er seinen Herrn verraten hatte, genügend Charakter, sich zu erhängen. Den hat ein Streikbrecher nicht. Esau verkaufte sein Erstgeburtsrecht für ein Linsengericht. Judas Ischariot verriet seinen Heiland für 30 Silberlinge. Benedict Arnold verkaufte sein Land für das Versprechen, daß man ihm ein Offizierspatent in der britischen Armee geben würde. Der moderne Streikbrecher verkauft sein Geburtsrecht, sein Land, seine Frau, seine Kinder und seine Mitmenschen für ein unerfülltes Versprechen seines Trusts oder seiner Gesellschaft. Esau war ein Verräter an sich selbst. Judas Ischariot war ein Verräter an seinem Gott und Benedict Arnold war ein Verräter an seinem Land. Ein Streikbrecher ist ein Verräter an seinem Gott, seinem Land, seiner Familie und seiner Klasse!

Quelle: http://coforum.de/?3088

10.05.2007

Jupaidi und Jupaida, Hausdurchsuchung, Razzia

Filed under: evergreens, schland — ghandi @ 16:40

21 Terrorverdächtige kann ich mir auch selber machen. Einfach 21x ‚telnet koeln.ccc.de‘ in die Shell und ich bin auf dem selben Ermittlungstand wie die Bundesanwaltschaft. 21 Verdächtige, 40 Durchsuchungen, 0 Erkenntnisse, 0 Verhaftungen, peinliche Blamage.
Die Taktik ist nicht neu, der Soundtrack dazu auch nicht. Erst denkt mensch das Lied sei lustig, ist es auch.

Sie schlitzen die Tapeten auf und kriechen durch den Müll,
sie krempeln deine Möbel um
und schnüffeln in den Briefen rum
und tauchen durch’s Aquarium
du wunderst dich nur still.

Ist natürlich zufällig auch grad online:
dave corner — Hausdurchsuchung LINK

8.05.2007

Da hat aber jemand Angst um seine Fensterscheiben.

Filed under: Uncategorized — ghandi @ 15:46

bildschirmfoto.png

15.04.2007

Störung?

Filed under: ccc, evergreens — ghandi @ 20:11

Irgendwie ist mal wieder Zeit für gute Musik. Natürlich gibt es keinen Anlass.

Dritte Wahl — Störung Link

gruß
gema

Geschützt: Interim Februar 07

Filed under: Uncategorized — ghandi @ 17:44

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4.01.2007

Fotos stinken!

Filed under: etc — ghandi @ 21:00

Es mag Leute geben, die es super finden ihre Visage vor jede Kamera zu halten; ich gehöre nicht zu diesen Leuten. Ich hasse Fotos! Noch viel mehr als ich Fotos hasse, hasse ich Fotos die ungefragt von mir gemacht werden und dann auch noch auf Flickr.com landen. Wenn dieses Foto auch noch einen Auflösung von 3888 x 2592 Pixeln hat, könnte ich zum Tier werden.

Jetzt ratet mal was ich auf Flickr.com gefunden habe. Ein Foto, ich drauf, 3888 x 2592 Pixel, im Hackcenter. Genau hier: http://www.flickr.com/photos/teemow/336415767/

Da ist ja gar kein Foto wird der aufmerksame Klicker jetzt festgestellt haben, und ich verrate euch den Trick:

* Ruft die Flickr-Profilseite dieses begnadeten Künstlers auf.
* Klickt auf den Link zu seinem Blog.
* Macht eine whois-Abfrage auf seine Domain.
* Ruft ihn auf seinem Handy an, und sagt ihm wie toll ihr seine Fotosammlung findet.

Am besten ihr sprecht ihm mit seinem Namen an und erzählt ihm kurz wo er in letzter Zeit so alles war und wo er wohnt und ein paar andere Dinge, die er vermutlich nicht zu verbergen hat.

gruß
ghandi

27.12.2006

23c3

Filed under: ccc — ghandi @ 04:28

23c3hinfahrt.jpg

23c3hinfahrt2.jpg

hackcenter.jpg

18.12.2006

Sau – Sau – Saubillig: Das Original

Filed under: evergreens — ghandi @ 20:25

Besser als jede Frickelkopie ist nur das Original vom Weltmarkführer.

Rio Reiser — König von Deutschland Link

gruß
ghandi

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